Was das FBAR ist
Das FBAR ist FinCEN Form 114 und wird separat über das BSA-E-Filing-System des US-Finanzministeriums eingereicht. Nach Angaben von FinCEN muss eine U.S. Person melden, wenn der Gesamtwert ausländischer Finanzkonten zu irgendeinem Zeitpunkt im Kalenderjahr $10,000 übersteigt. Der Test ist somit konten- und schwellenwertbezogen und keine allgemeine Regel für „ausländisches Vermögen“.
Was Form 8938 ist
Form 8938 wird mit der Steuererklärung eingereicht und gilt für bestimmte ausländische Finanzvermögenswerte. Für im Ausland lebende Steuerpflichtige liegt der Schwellenwert laut IRS bei nicht gemeinsam Einreichenden grundsätzlich bei mehr als $200,000 am letzten Tag des Jahres oder mehr als $300,000 zu irgendeinem Zeitpunkt des Jahres. Bei gemeinsam Einreichenden beträgt er mehr als $400,000 am letzten Tag oder mehr als $600,000 zu irgendeinem Zeitpunkt des Jahres. Das Formular erfasst neben ausländischen Finanzkonten auch bestimmte Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften, Pensionen, Deferred-Compensation-Vereinbarungen und im Ausland ausgegebene Investmentverträge.
Warum beide Meldungen erforderlich sein können
Der IRS stellt ausdrücklich klar, dass die Pflicht zu Form 8938 die FBAR-Pflicht nicht ersetzt. Ein Steuerpflichtiger kann daher im selben Jahr beide Formulare einreichen müssen. Ein einfaches Beispiel ist ein im Ausland lebendes Ehepaar mit ausländischen Bank- und Brokerage-Konten: Der FBAR-Schwellenwert kann lange vor den höheren Form-8938-Schwellenwerten überschritten werden. Sobald die bestimmten ausländischen Finanzvermögenswerte auch die Form-8938-Schwellenwerte überschreiten, können beide Meldungen verpflichtend werden.
Was erfasst wird und was nicht
Auch der Vermögensumfang unterscheidet sich. Nach Erläuterung des IRS wird direkt gehaltene ausländische Immobilie selbst nicht auf Form 8938 gemeldet; eine Beteiligung an einer ausländischen Gesellschaft, die die Immobilie hält, kann jedoch meldepflichtig sein. Bestimmte ausländische Pensionen und Deferred-Compensation-Pläne können bei Erreichen der Schwellenwerte ebenfalls auf Form 8938 zu melden sein. Diese Unterschiede sind wichtig, weil viele Steuerpflichtige „ausländisches Eigentum“ und „ausländische Finanzvermögenswerte“ fälschlich gleichsetzen.
Fristen und Folgen
Das FBAR ist am 15. April fällig und wird automatisch bis zum 15. Oktober verlängert. Form 8938 ist zusammen mit der Einkommensteuererklärung einschließlich wirksamer Verlängerungen fällig. Das Versäumen einer der Meldungen kann erhebliche Strafen auslösen. Nach Angaben des IRS kann die Nichtabgabe von Form 8938 zu einer Strafe von $10,000 sowie zusätzlichen fortlaufenden Strafen nach Benachrichtigung führen; auch FBAR-Verstöße können je nach Sachverhalt erhebliche Strafen verursachen.
Fazit
Eine einfache Faustregel hilft: Das FBAR fragt, wo sich Ihre ausländischen Konten befinden und ob ihr Gesamtwert $10,000 überschritten hat. Form 8938 fragt, ob Ihre weiter gefassten bestimmten ausländischen Finanzvermögenswerte die höheren IRS-Schwellenwerte überschreiten. Viele Expats müssen beide Fragen jedes Jahr beantworten.