Was die FEIE tatsächlich bewirkt
Die FEIE wird auf Form 2555 geltend gemacht. Dafür benötigen Sie grundsätzlich ausländisches Erwerbseinkommen, einen Tax Home in einem ausländischen Staat und müssen entweder den Physical Presence Test oder den Bona Fide Residence Test erfüllen. Der Physical Presence Test verlangt üblicherweise mindestens 330 volle Tage in einem ausländischen Staat innerhalb eines Zwölfmonatszeitraums; der Bona Fide Residence Test erfordert einen ununterbrochenen Zeitraum, der ein vollständiges Steuerjahr umfasst. Für das Steuerjahr 2025 beträgt der Höchstausschluss $130,000 je qualifizierender Person; für 2026 nennt der IRS einen Höchstbetrag von $132,900.
Oft übersehene Nachteile der FEIE
Die FEIE ist nicht nur ein Betrag, sondern eine Wahlentscheidung mit Folgen. Nach der Wahl gilt sie grundsätzlich auch für spätere Jahre, sofern sie nicht widerrufen wird. Wer ausländisches Erwerbseinkommen oder ausländische Wohnkosten ausschließt, kann für dasselbe ausgeschlossene Einkommen weder einen Foreign Tax Credit noch einen Abzug beanspruchen. Der IRS stellt außerdem klar, dass bei Einreichung von Form 2555 kein Additional Child Tax Credit beansprucht werden kann. Deshalb sollten Familien die Ergebnisse vergleichen, statt den Ausschluss automatisch für überlegen zu halten.
Was der Foreign Tax Credit anders macht
Der Foreign Tax Credit wird auf Form 1116 geltend gemacht und reduziert die US-Steuerschuld um qualifizierende ausländische Steuern, die auf dasselbe Einkommen gezahlt wurden oder entstanden sind. Nach Angaben des IRS ist die Anrechnung in den meisten Fällen vorteilhafter als ein Abzug. Ist der Credit im laufenden Jahr begrenzt, können ungenutzte ausländische Steuern grundsätzlich ein Jahr zurück- und zehn Jahre vorgetragen werden. Das macht den FTC besonders attraktiv für Steuerpflichtige in Ländern mit mittlerer oder hoher Steuerbelastung, für Personen mit Investmenterträgen und für Haushalte, die ihre Berechtigung für erstattungsfähige Familienvergünstigungen erhalten möchten.
Wie die Entscheidung praktisch getroffen wird
In Niedrig- oder Nullsteuerländern ist die FEIE häufig das wichtigste Instrument, weil kaum ausländische Steuer zur Anrechnung verfügbar ist. In Ländern mit höherer Steuerbelastung liefert der FTC oft ein nachhaltigeres langfristiges Ergebnis, weil er die US-Steuerschuld ausgleicht, ohne Einkommen aus der Erklärung zu entfernen. Dadurch kann er besser funktionieren, wenn Kindervergünstigungen, Investmenterträge oder künftige Vorträge relevant sind. Es geht nicht nur um Compliance, sondern darum, welche Erklärungsmethode über die gesamte Laufzeit das bessere steuerliche Ergebnis erzielt.
Selbstständige benötigen eine andere Betrachtung
Selbstständige Expats müssen besonders sorgfältig vorgehen. Der IRS erklärt ausdrücklich, dass die FEIE die Self-Employment Tax nicht beseitigt. Selbst wenn der Ausschluss die reguläre Einkommensteuer auf null reduziert, kann ein Freelancer oder Berater weiterhin Self-Employment Tax auf den Nettogewinn schulden. Der Vergleich muss daher Einkommensteuer, Self-Employment Tax, ausländische Sozialversicherungspflichten und ein gegebenenfalls anwendbares Totalization Agreement einbeziehen.
Fazit
Die FEIE ist häufig leichter verständlich, der FTC ist jedoch oft stärker für Familien, Residents von Hochsteuerländern und alle, die von Jahr zu Jahr mehr Flexibilität wünschen. Die richtige Lösung hängt vom Land, Einkommensmix, bisherigen Erklärungsverlauf und der wirtschaftlichen Situation des Haushalts ab.
FAQ
Kann ich FEIE und Foreign Tax Credit gemeinsam nutzen?
Ja, jedoch nicht für dasselbe ausgeschlossene Einkommen. Der IRS erlaubt einen Foreign Tax Credit für ausländisches Erwerbseinkommen, das den unter FEIE und Foreign Housing Exclusion ausgeschlossenen Betrag übersteigt.
Entfällt durch die FEIE die Pflicht zur Abgabe einer US-Steuererklärung?
Nein. Nach Angaben des IRS müssen Steuerpflichtige im Ausland eine Erklärung einreichen, um Vergünstigungen wie FEIE oder Foreign Tax Credit zu beanspruchen.
Kann der Foreign Tax Credit vorgetragen werden?
Grundsätzlich ja. Der IRS erklärt, dass ungenutzte Credits vorbehaltlich der Begrenzungsregeln üblicherweise ein Jahr zurück- und zehn Jahre vorgetragen werden können.