Wer grundsätzlich abgeben muss
Nach Angaben des IRS hängen die Abgabepflichten von Bürgern und Residents im Ausland grundsätzlich ebenso wie in den Vereinigten Staaten von Einkommen, Filing Status und Alter ab. Das Bruttoeinkommen wird aus weltweiten Quellen ermittelt. Für Selbstständige kann die Abgabepflicht bereits bei relativ niedrigen Beträgen entstehen, da Nettoerträge aus selbstständiger Tätigkeit von mindestens $400 grundsätzlich eine Erklärung und die Prüfung der Self-Employment Tax auslösen. Sämtliche Beträge in der US-Erklärung müssen außerdem in US-Dollar angegeben werden.
Welche Formulare Expats häufig beifügen
Die Kernerklärung ist häufig nur der Ausgangspunkt. Expats können Form 2555 zur Beanspruchung der FEIE, Form 1116 für den Foreign Tax Credit, Schedule C für selbstständige Einkünfte und Form 8938 bei Erreichen der FATCA-Schwellenwerte beifügen. Daneben kann für ausländische Konten ein FBAR erforderlich sein, das nicht beim IRS, sondern über FinCEN eingereicht wird. Form 1040 ist daher eher als Zentrum eines Erklärungspakets denn als eigenständiges Formular zu verstehen.
Wichtige Fristen im Ausland
Der IRS gewährt US-Bürgern und Residents im Ausland eine automatische Verlängerung um zwei Monate gegenüber der regulären Aprilfrist. Für Steuerpflichtige mit Kalenderjahr verschiebt sich die Abgabefrist dadurch üblicherweise auf den 15. Juni. Wird mehr Zeit benötigt, kann Form 4868 die Abgabefrist grundsätzlich bis zum 15. Oktober verlängern. Steuerpflichtige, die die FEIE-Voraussetzungen erst nach Ablauf der normalen Fristen erfüllen, können mit Form 2350 eine spätere, an den Residence Test oder Physical Presence Test geknüpfte Abgabefrist beantragen.
Die häufigsten Fehler von Expats
Die häufigsten Fehler sind konzeptioneller, nicht formaler Art. Steuerpflichtige vergessen, dass das Welteinkommen weiterhin gemeldet werden muss, halten wegen gezahlter ausländischer Steuern keine Erklärung für erforderlich, wählen die FEIE ohne vorherigen Vergleich mit dem FTC, übersehen separate FBAR-Pflichten oder beginnen zu spät mit der Vorbereitung vor der Junifrist. Diese Fehler können teuer werden, da sie nicht nur die Steuerschuld, sondern auch Credit-Berechtigungen, Auslandsmeldungen und spätere Nachholoptionen beeinflussen.
Ein besserer Erklärungsprozess
Für die meisten Expats ist es am sinnvollsten, die Erklärung als Entscheidungsakte zu behandeln: Einkommensunterlagen sammeln, gezahlte ausländische Steuern bestimmen, sämtliche Auslandskonten und Investments erfassen, Fremdwährungsbeträge in US-Dollar umrechnen, zwischen FEIE und FTC entscheiden und vor Einreichung prüfen, ob zusätzliche Informationsmeldungen erforderlich sind. Dieser Ansatz verursacht weniger Überraschungen als eine formularweise Erstellung ohne grenzüberschreitende Gesamtübersicht.
Fazit
Form 1040 bleibt der richtige Ausgangspunkt für US-Amerikaner im Ausland. Entscheidend ist nicht das Formular selbst, sondern ob die begleitende Analyse die tatsächlichen grenzüberschreitenden Fakten des Steuerpflichtigen ausreichend abbildet.